Petra Gumpinger, 7B (2016/17)

Mit Petra Gumpinger aus der 7B-Klasse schlummert ein weiteres Leichtathletik-Talent im Rieder Gymnasium, das im heurigen Frühjahr zu erwachen scheint. Am 29.04.2017 knackt Petra den 36 Jahre alten OÖ-Rekord über die 800 m Distanz und unterbietet somit auch klar das Limit für die U-18 Weltmeisterschaft in Kenia. Die Freude darüber hält sich aber in Grenzen: „Leider entsendet der österreichische Verband aus Sicherheitsgründen keine Sportler zur WM nach Kenia – das ist wirklich schade!“ merkt man der 17-Jährigen die Enttäuschung an. Das Ersatzprogramm bringt sie aber wieder zum Lachen: im August steht ein Trainingscamp in London an inklusive Besuch der Weltmeisterschaften der großen Stars!

Bereits zwei Monate zuvor im Februar läutete Petra das tolle Frühjahr mit zwei U-18 Staatsmeistertiteln über 400 und 800 Meter in der Halle ein. „Ich habe einfach gelernt an die Grenzen zu gehen. Dieses Jahr bin ich bereits um 10 Sekunden schneller gelaufen“, berichtet Petra stolz über ihre tolle Leistungssteigerung. Die Motivation für diese hochintensive Laufdistanz über zwei Stadionrunden fällt ihr nicht schwer: „Diese Disziplin liegt mir einfach am meisten, also habe ich mich darauf spezialisiert.“ Aber ganz ohne Quälerei geht’s bei 800 Meter für die Schülerin aus der Zell an der Pram auch nicht: „Am Ende werden die Beine schon schwer, im Ziel bin ich dann völlig ausgepowert und leg mich hin!“

Die weitere sportliche Zukunft wird sich in den nächsten zwei Jahren weisen. Sechs bis sieben Trainingseinheiten werden pro Woche absolviert, um eventuell einen Platz im Heeressportverband (ÖHSV) zu ergattern. „Ich muss aber nicht Profi werden, Studieren geht vor“, will Petra nicht alles im Leben nach einer Sportkarriere ausrichten. Dafür bedarf es einen positiven Abschluss nächstes Jahr bei der Matura. Das wird wohl kein Problem für die fleißige Schülerin werden, denn es sind nur Einser und Zweier im Zeugnis zu finden! 

Teresa Hubauer (2016/17)

Bemerkenswerte Ergebnisse in den Schulsportbewerben ließen es bereits erahnen – Teresa Hubauer aus der 4P-Klasse ist ein echtes Leichtathletik-Talent! Dem Landesmeistertitel im Cross-Country-Lauf und dem 2. Platz beim Leichtathletik-Dreikampf als Gym-Schülerin folgten im heurigen Frühjahr weitere Top-Ergebnisse bei Wettkämpfen mit dem Verein. Besonders erwähnenswert ist wohl hier der Landesmeistertitel im Speerwurf mit 36,1 Meter. Die 13-jährige Teresa gewinnt diesen Bewerb allerdings in der Altersklasse U-18!

Diese bemerkenswerten Leistungen von Teresa sind natürlich kein Zufall. Neben dem sportlichen Talent gehört vor allem auch eine große Portion Ehrgeiz und Leidenschaft dazu. „Every day, every hour – turn the pain into power“, verrät Teresa ihr persönliches Erfolgsgeheimnis. Und ein kurzer Blick auf ihren wöchentlichen Trainingsplan zeigt, dass sie ihr Motto tatsächlich lebt. Sieben oder acht Trainings stehen am Plan in der Vorbereitungsperiode, bei Wettkämpfen am Wochenende sind es meist fünf Übungseinheiten. Aktuell trainiert Teresa noch alle Disziplinen (Lauf-, Sprung – und Wurftechniken), um sich im Mehrkampf zu etablieren. In naher Zukunft könnte die Spezialisierung auf eine Disziplin erfolgen, ihre Trainer sind sich aber diesbezüglich noch nicht einig. Vorerst eifert Teresa also im Mehrkampf ihrem großen Vorbild Sarah Lagger nach, die sich mit 16 Jahren zur Weltmeisterin im Siebenkampf der U20 Altersklasse krönte.

Die Zeit für die Hausaufgaben und zum Lernen ist daher natürlich begrenzt, trotzdem bringt Teresa diese beiden Bereiche optimal unter einen Hut. Denn alle drei Schuljahr hat sie bisher mit lauter Sehr Gut im Zeugnis abschließen können. Da werden dann auch schon mal kurze Pausen im Training oder Wettkampf als Lernpausen genutzt. „Bewegung und Lernen gehört für mich einfach zusammen. Ich hätte aber sonst auch einfach zu wenig Zeit. Wahrscheinlich habe ich auch das Glück, mir Dinge schnell merken zu können“, bleibt die 13-jährige bescheiden.

Ihre sportlichen und schulischen Erfolge wird sie nach der vierten Klasse in Linz weiter stärken – Teresa schaffte die Aufnahme in die Leistungssportklasse im BORG. Nach einer Vielzahl von Aufnahmetests bekam sie die positive Nachricht per WhatsApp. „Ich habe mich voll gefreut!“ lacht Teresa über das ganze Gesicht. Und ist auch ein wenig unsicher über diesen Wechsel nach Linz nach den Sommerferien. Dagegen hilft nur eines: eine entspannende Partie Golf mit ihrer Familie.

Noah Oder, 8A (2015/16)

Nach acht Jahren am BG/BRG Ried steht Noah Oder aus der 8A-Klasse kurz vor seiner schulischen Reifeprüfung. Seine sportliche Volleyball-Reifeprüfung dürfte Noah wohl schon geschafft haben – er feierte mit seinem Team UVC Weberzeile Ried den sensationellen Aufstieg in die höchste Volleyball-Liga Österreichs, die 1. AVL Bundesliga. „Das war ein richtig knappes Spiel, nach dem Matchball sind wir alle aufs Spielfeld zum Feiern. Natürlich fiel uns ein riesengroßer Stein vom Herzen, wir wurden für unsere harte Arbeit belohnt!“, beschreibt der 18-Jährige seine Eindrücke nach dem entscheidenden Sieg gegen das Team aus Bisamberg, NÖ. Der Youngster im Rieder-Team wurde in den Finalspielen zwar nicht eingesetzt, dafür spielte Noah in der Meisterschaft regelmäßig mit und war Bestandteil einer tollen Siegesserie – 16 Spiele blieb UVC Weberzeile Ried in der 2. Bundesliga ungeschlagen. Zusätzlich hatte er noch weitere Einsätze bei der zweiten Herrenmannschaft und auch beim Junioren-Team.

Ein besonderer Kraftakt dürfte aber vor allem der Weg zu diesem Erfolg für Noah gewesen sein. Schließlich galt es die schulischen und sportlichen Pläne so abzustimmen, dass auch noch ausreichend Freizeit übrig blieb. „Einteilung – dann geht’s! Wenn am Wochenende ein Spiel war, musste ich eben schon vorher lernen.“, lautet das aussagekräftige Statement. Dreimal trainiert er mit der Herrenmannschaft pro Woche, zusätzlich absolviert er in Eigenregie dreimal ein Fitnesstraining, um verletzungsfrei zu bleiben.

Und dass Noah diese Doppelbelastung in den beiden letzten Schuljahren (7. und 8. Klasse) gut meisterte, zeigt auch sein Abschlusszeugnis der 8. Klasse – mit einem ausgezeichnetem Erfolg (nur ein 2er). Somit geht er relativ ruhig und fokussiert an die finalen Prüfungen heran. Die vorwissenschaftliche Arbeit hat er ebenfalls „sehr gut“ hinter sich gebracht – selbstverständlich beschäftigte sich Noah dabei mit seinem Verein und dem Bekanntheitsgrad des Volleyballsports in Ried.

„Das hohe Tempo und der technische Anspruch faszinieren mich in dieser Sportart. Es gibt viel Abwechslung und es wird mir nie fad bei diesem Spiel. Außerdem hat der Teamgeist einen sehr hohen Stellenwert“, schwärmt Noah über diese Ballsportart. Dabei huscht ein verschmitztes Grinsen über sein Gesicht. Dennoch sieht er seine Zukunft nicht unbedingt als Volleyball-Profi. Vielmehr strebt er ein Doppelstudium in Wien an. Translationswissenschaft und Internationale Berufs- und Wirtschaftslehre (oder Betriebswirtschaft?) sollen es werden – wobei natürlich die sprachlichen Fähigkeiten voll gefordert sind. Auf die Frage, ob man ihn als Sprachentalent bezeichnen könne, bleibt Noah bodenständig: „Mit den Sprachen habe ich mir halt schon immer leicht getan.“

Rückblickend auf die Jahre im Gymnasium fällt ihm auf Anhieb der positive Umgang zwischen Lehrern und Schülern ein: „Das war schon fast freundschaftlich.“ Weiters hebt er das für ihn interessante Sprachenangebot an der Schule hervor, auch dass es neben der Schule noch ausreichend Zeit für die sportliche Betätigung gab.

Wir wünschen Noah alles Gute für die bevorstehende Matura und weiterhin die Energie, seine berufliche und sportliche Karriere zielstrebig zu verfolgen.

Das Interview mit dem erfolgreichen Schüler und Sportler wurde am 29. April 2016 geführt.

Paul Wiesner, 8A (2015/16)

Mit Zielstrebigkeit zum Bundesmeister und zum Rieder Sportler des Quartals 2015

Versetzen wir uns genau ein Jahr in die Vergangenheit zum 30.05.2015 ins Sportzentrum Rif/Salzburg zurück. Der Rieder Gymnasiast Paul Wiesner (damals 7. Klasse) feierte seinen größten sportlichen Erfolg: er kürte sich im Geräteturnen 7-Kampf zum Bundesmeister in der U-18-Klasse! In den Jahren zuvor schaffte Paul es zwar auch immer in die Nähe der Spitze, der Sieg blieb ihm aber bis dahin verwehrt. Durch diesen Erfolg wurde er auch von der Stadtgemeinde Ried zum Sportler des Quartals gewählt.

„Ich wollte einfach unbedingt Bundesmeister werden!“ spricht der 18-Jährige im Gespräch sein damaliges Ziel ganz klar an. Und dieses hochgesteckte Ziel konnte Paul nur durch sein zielstrebiges Trainieren verwirklichen. Dreimal pro Woche trainierte er dafür im Turnverein Ried unter der Anleitung von Hermann Binder und auch Prof. Martin Reiter vom Rieder Gym. Da Paul aber in seiner Altersklasse kaum Trainingspartner hatte, war er in seinen Trainings auch regelmäßig auf sich allein gestellt. „Das war schon ok für mich. Ich habe viel selbstständig geübt, so konnte ich auch meine Vorstellungen besser verwirklichen“, erklärt Paul rückblickend. Seine sportliche Zukunft ist noch völlig offen, da die Voraussetzungen in Ried für eine weitere professionelle Karriere nicht vorhanden sind. Dem Turnsport möchte er aber auf jedem Fall treu bleiben: „Turnen werde ich nie aufhören. Der hohe technische Anspruch und die dafür benötigte Kraft des ganzen Körpers faszinieren mich einfach.“

Seine Zielstrebigkeit hat Paul auch in den schulischen Bereich mitgenommen, die acht Jahre im Gymnasium überstand er problemlos. Das heurige Schuljahr bescherte ihm erstmalig in der Oberstufe sogar einen „ausgezeichneten Erfolg“ im Zeugnis und lässt ihn mit einer Portion Sicherheit zur Reifeprüfung antreten. Den hohen Anspruch im Sport konnte der angehende Maturant also auch mit jenem in der Schule gut vereinbaren: „Es war kein Problem für mich, es blieb noch genügend Freizeit.“ Nach der Matura und absolviertem Bundesheer stellt sich Paul der nächsten großen Herausforderung - das Medizinstudium. Wenn er seinem bisherigen Motto treu bleibt, dann wird Paul auch diese Aufgabe meistern: „Entscheidend ist, dass man bei Schwierigkeiten dran bleibt – das macht sich auf jeden Fall irgendwann bezahlt!“

Das Gespräch wurde am 20. Mai 2016 geführt.

MoToRized Media (2015/16)

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Kann eine junge Frau jenem Fremden vertrauen, mit dem sie in einem Kellerabteil eingesperrt ist? Eine nervenaufreibende Antwort liefern junge Innviertler Filmemacher mit ihrem 16-minütigen Kurzfilm "Trust": Als eine junge Frau aufwacht, findet sie sich in einem großen, leeren Kellerabteil wieder. Zuerst denkt sie, sie sei allein – doch das stimmt nicht ...

Um den 17-jährigen Neuhofner Schüler Tobias Schachinger hat sich eine ambitionierte Gruppe gebildet, die sich zu Filmproduzenten entwickelt, die im Sommer sogar an internationalen Filmfestivals teilnehmen will. Mehr als zwei Jahre lang wurde gemeinsam getüftelt und experimentiert.

Via Crowdfunding finanziert

Mit der gesammelten Erfahrung hat es das Team nun geschafft, innerhalb kurzer Zeit einen Film von der Idee bis zur Distribution umzusetzen und zu finanzieren: "Trust" – im Keller der Rieder Jahnturnhalle gedreht – wurde fast zur Gänze mit Mitteln bestritten, die via Crowdfunding aufgetrieben wurden.

Zu finden ist das aktuelle Werk der Innviertler Filmemacher hier. Begonnen hatte alles im Sommer 2013, als die Freunde Tobias Schachinger aus Neuhofen und David Haslinger aus Andrichsfurt eine Kamera packten, um auf Basis der Serie "The Walking Dead" eine Comedyserie über Zombies zu schaffen. Da es zu zweit eher schwierig ist, eine Serie zu bestreiten, holten sie Schulkollegen ins Team.

Mit Zombies gestartet

Die ambitionierten Jugendlichen haben die Zombies mittlerweile hinter sich gelassen, nicht aber das Filmemachen. Am aktuellen Streifen "Trust" waren neun Mitstreiter beteiligt. Tobias Schachinger als Produzent und Drehbuchautor, Friedrich Naderlinger aus Aspach als Regisseur, Melanie Andrich aus dem Bezirk Grieskirchen in einer Hauptrolle, Moritz Reisinger aus Eberschwang an der Kamera – und weitere Kollegen für Ton, Licht und Regieassistenz.

Gefilmt wird kurzerhand mit einer Spiegelreflexkamera. "Diese Methode ist im Low-Budget-Bereich sehr beliebt. Gute Qualität für diesen Preis", sagt Tobias Schachinger. Erfinderisch: Ein Road-Video-Mikro wird kurzerhand an eine selbst gebastelte Holz-Tonangel montiert. Dazu zwei Ansteckmikrofone und ein dreiteiliges Beleuchtungsset. Für "Trust" wurde 14 Stunden lang im Keller der Rieder Jahnturnhalle gewirkt. Um weitere Vorhaben finanziell realisieren zu können, will das Filmteam jetzt an einer Kickstarter-Kampagne teilnehmen. Die Unterlagen sind bereits zur Überprüfung eingereicht.

"Wir wollen uns für entsprechende Filmfestivals bewerben, in Österreich und auch in den USA, in Portland und Los Angeles. Im Sommer nach der Matura haben wir dafür Zeit", sagt Schachinger, der selbst professioneller Filmemacher werden will. Im Visier seien vorerst Medientechnik und Design an der Fachhochschule Hagenberg und auch eine Filmakademie.

Wie bei den jungen Innviertlern ein Film entsteht? "Eine Geschichte entwerfen und in ein Drehbuch verwandeln. Dann Kameraeinstellungen überlegen und in einer Liste festlegen. Und überlegen, was an Requisiten, Licht, Ton und Effekten nötig ist." Auf die Suche nach einem passenden Drehort folgt der Zeitplan und das Textlernen der Schauspieler.

Eigene Musik komponiert

Dem Filmdreh folgen Rohschnitt, Farbkorrektur, Effektbearbeitung, Tonbearbeitung und Musik. "Für den Ton haben wir jemanden via Internet gefunden. Und via Internet haben wir jemanden gefunden, der für uns eigens Musik komponiert hat. Wegen des internationalen Publikums im Internet, wo unsere Filme zu sehen sind, drehen wir alles in Englisch. Via Youtube lassen sich aber deutsche Untertitel aktivieren", sagt Schachinger.

Für den Sommer haben sich die jungen Filmemacher eine ganze Dreh-Serie vorgenommen. "Unsere Hauptgenres sind eigentlich Drama und Thriller. Jetzt haben wir aber auch die Idee, etwas in Richtung Komödie zu machen. Das ist für uns Neuland."

Quelle: OÖ Nachrichten